FINDING NARRATIVES

Gyde Becker | Elise Beutner | Wiebke Herrmann | Jan Kunze | Ruben Müller 

20. April – 1. Juni




In einem „postfaktischen Zeitalter“ muss das Thema der Realität und die Grenze zwischen Fiktion und Wahrheit auf allen Ebenen neu ausgelotet werden, sowohl psychologisch und politisch als auch künstlerisch.


Fünf junge Künstlerinnen und Künstler - Gyde Becker, Elise Beutner, Wiebke Herrmann, Jan Kunze und Ruben Müller -  wollen sich mit dieser Frage weiter auseinandersetzen. Die gemeinsame Arbeit begann unter dem vorläufigem Titel „The Game is Afoot“ (etwa „Die Jagd/das Spiel hat begonnen!“), einem Ausruf Heinrich des V., dessen wohl berühmtester Rezitator Sherlock Holmes ist. Das Spiel hat begonnen – wo findet man die Erzählungen?

Sie erstellten „Chapter“, wie die Kapitel in einem Buch: Arrangements aus verschiedenen Arbeiten, die stets Gemeinsamkeiten bieten – ob formal oder inhaltlich.  Jedoch können gerade in den Abständen, in den Räumen zwischen den Schichten der Geschichte, Spuren gefunden werden. Durch die Zusammenstellungen der Arbeiten mit den jeweiligen Titeln, werden Ausgangspunkte für variierende Geschichten geboten. Die Anordnung in den Kapiteln stellt Bezugsmuster, aber auch wichtige Distanzen zwischen den Arbeiten her. Die Überschriften fungieren als Trichter, die den Blick bündeln und auf mögliche Erzählweisen lenken.

Einem Geologen gleich, der detektivisch nach Hinweisen und Wegen sucht, können die Besucherinnen und Rezipienten die Erzählungen in den Abständen entwickeln, ausmachen und aufspüren: Die Sujets sind da, die Fabeln müssen noch geschrieben werden.


Eröffnung | Samstag, 20. April 17 Uhr

mit Einführung und Artist Talk

Siebdruckworkshop | Samstag 27. April, 13 – 17 Uhr

mit Jan Kunze in seinem Dresdener Atelier

Lange Nacht der Kunst, Kultur und Architektur Meißen | Samstag, 25. Mai 21.04 Uhr

Wir starten pünktlich zum Sonnenuntergang mit Cocktailbar und einen DJ-Battle mit Wiebke Herrmann und Falk Töpfer

Vorschau

Lea Hoffbauer & Karen Kamiya

Absolvent*innenausstellung in Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden 

Kuratorische Begleitung Susanne Greinke und Johanna Bettle

8. Juni – 13. Juli





In „Decompose“ treffen die bildhauerischen Arbeiten Karen Kamiyas auf die Malerei von Lea Hoffbauer. Geordnete Muster und monochrome Flächen begegnen farbigen, organischen Formen. Während die Künstlerinnen in ihrem Prozess gegensätzlichen Prinzipien zu folgen scheinen, so eint sie die Tendenz zur Auflösung und dem Verwerfen des schon Erschaffenen. Dabei werden ehemals überdeckte Schichten wieder sichtbar gemacht und fertig gestellte Werke wieder zerlegt.


Lea Hoffbauer orientiert sich seit einigen Jahren in ihrer Bildsprache an der Welt der Biologie und Mikroskopie. Für „Decompose“ untersuchte sie so z.B. das ästhetische Potential von Schimmelkulturen und übersetzte es auf Leinwand.


Karen Kamiya untersucht die klassische bildhauerische Technik des „Schnitzens“ und die Erscheinungsformen grafischer Muster - sowohl im sozialen als auch im dekorativen Sinne. In dieser Ausstellung nutzt sie das Medium des Abreibens von Jeansstoff, um die Zwei- und Dreidimensionalität der neu entstehenden Schichten zu erforschen.


Eröffnung | Samstag, 8. Juni 17 Uhr

mit Einführung

Finnissage | Samstag, 13. Juli 17 Uhr

Artist Talk mit Katalogpräsentation

Förderung durch die STIFTUNG KUNSTFONDS

Wir freuen uns sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Projekt VOR DIE TÜR die Förderung der STIFTUNG KUNSTFOND erhalten hat! Diese Anerkennung bedeutet uns ungemein viel und ist ein wichtiger Schritt für die Realisierung unseres Vorhabens. Die Förderung ermöglicht es uns zudem, den Künstlerinnen ein angemessenes Honorar zu zahlen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns auf diesem Weg unterstützt haben!


Bis zur Einreichfrist am 31. Januar 2024 erhielt die Stiftung Kunstfonds 313 Anträge. Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens hat die Fachjury nun 39 Projektvorhaben zur Förderung ausgewählt. 

Mit dem Förderprogramm KUNSTFONDS_Plattformen unterstützt der Kunstfonds bundesweit die Realisierung innovativer Projektvorhaben, die Ausstellungen, Symposien, Konferenzen oder weitere analoge Formate zur zeitgenössischen bildenden Kunst beinhalten. Die Präsentation und die Vermittlung von Kunst sowie die Schaffung von analogen Plattformen für Austausch und Begegnung stehen bei allen geförderten Projekten im Vordergrund.


Für eine Förderung konnten sich Einrichtungen, freie Kunstorte und soloselbständige Kurator:innen mit ihren Konzepten und Ideen bewerben. Das Programm kann dank der Finanzierung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln des Deutschen Bundestags stattfinden.

Konzeptförderung 2022 - 2024

Der Kunstverein Meißen wird über die Konzeptförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für drei Jahre gefördert und erhält damit als einzige Institution in Sachsen im Bereich der Bildenden Kunst diese Auszeichnung.

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ÖFFNUNGSZEITEN

Mi.- Sa. 11-17 Uhr | Zwischen den Ausstellungen geschlossen | Eintritt frei. 

Kunstverein Meißen e.V. | Burgstraße 2 | 01662 Meißen | Telefon: 03521 476650 | kontakt[at]kunstverein-meissen.de


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Der Kunstverein Meißen ist gemeinnützig und kontinuierlich auf Spenden angewiesen. Fördern Sie unsere kulturelle Arbeit und damit die Vielfalt in der Regionen Meißen und Sachsen! | Spendenkonto: Kunstverein Meißen e.V. | IBAN DE86 85055000 3150000202 | BIC SOLADES1MEI | Sparkasse Meißen | Wir stellen nach Eingang Ihrer Spenden eine Spendenbescheinigung aus. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 


BEWERBUNGEN

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