The Inaudible and Noiseless Foot of Time ISABELLE BORGES & CHRISTIAN HENKEL - Ausstellung im Kunstverein Meißen

25 Jahre Kunstverein Meissen 1992 - 2017

Ausstellung

AUSSER HAUS

Künstlerische Inventuren im Raum der Stadt
Absolventen und Meisterschüler der HfBK Dresden im Kunstverein Meißen e.V. und darüber hinaus

08. Juli bis 19. August 2017

 

Eröffnung

am 08. Juli 2017  17.00 Uhr im Kunstverein Meißen e.V.

Begrüßung: Matthias Lehmann
Einführung: Dorothee Bauerle-Willert
18.30 Uhr Geführter Stadtrundgang: Tanja Mette-Zimmermann
19.00 Uhr Querformat: Performance mit Fabian Glaß und Meißner Bürgern | im Ladenlokal Burgstraße 5
20.00 Uhr Raumheld: Performance mit Nori Blume im Ladenlokal Burgstraße 29

 

ausser haus Kunstverein Meißen

 

Geführte Stadtrundgänge

mit Tanja Mette-Zimmermann
jeweils am Samstag, 22. Juli und 12. August  17.00 Uhr, Treffpunkt: Kunstverein Meißen e. V.

Karte

Finissage

zur Langen Nacht der Kunst und Kultur Meißen
19. August 2017  19.00 Uhr Kunstverein Meißen e. V.

Begrüßung und Katalogpräsentation:
Matthias Lehmann
20.00 Uhr Geführter Stadtrundgang:
Tanja Mette-Zimmermann
21.00 Uhr  Querformat: Performance mit Fabian Glaß
und Meißner Bürgern | im Ladenlokal Burgstraße 5
22.00 Uhr  Raumheld: Performance mit Nori Blume
im Ladenlokal Burgstraße 29

Künstler
Nori Blume | Julia Boswank | Fabian Glaß
Olga Grigorjewa | Susanne Hopmann | Georg Lisek
Paul Melzer | Boohri Park | Wolf-Roberto Schimpf
Marit Wolters

Kurator Matthias Lehmann
Künstlerinterviews Magdalena Schreiter, Sächsisches Landesgymnasium Sankt Afra
Audioschnitt Tanja Mette-Zimmermann und Frieder Zimmermann, Quohren MPG

 

AUSSER HAUS

Vor genau 100 Jahren - 1917 -  wurde in Meißen der erste Kunstverein (Kunstverein Meißen Stadt und Land e.V.) gegründet, auf dessen Wurzeln der jetzige, 1992 wiedergegründete Kunstverein beruht. Ersterer pflegte einen regen Austausch und enge Verbindungen zur Dresdner Kunstszene und der Akademie der Bildenden Künste Dresden.

Mit dem Projekt AUSSER HAUS, Künstlerische Inventuren im Raum der Stadt, knüpft der Kunstverein Meißen an diese Traditionen an und lädt dafür Meisterschüler_innen der Klasse von Prof. Monika Brandmeier der HfBK Dresden ein, unter Inbezugnahme urbaner, kultureller und sozialer Aspekte Meißens, ein gemeinsames Ausstellungsprojekt zu realisieren.

Veränderungen im städtischen Raum

Die Altstadt von Meißen ist durch ihre mittelalterliche Entwicklung und Bebauung geprägt. Das historische und ökonomische Zentrum der Stadt war neben dem geistlichen - dem Bischofssitz mit Dom auf der Albrechtsburg - seit Jahrhunderten der in der Mitte der Stadt gelegene Markt. Hier befindet sich auch der Kunstverein Meißen, umgeben von zahlreichen historisch gezeichneten Straßen und Gassen mit kleinen Läden und Geschäften.
Nahezu jedes der sich aneinanderreihenden innerstädtischen Häuser besitzt im Erdgeschoss ein oder mehrere Schaufenster mit einem sich dahinter öffnenden Ladenraum. Viele der Läden stehen heute leer und werden als Unterbrechungen wahrgenommen.
Es bedarf neuer, unkonventioneller Nutzungsformen für den sich vermehrenden Leerstand, damit Innenstädte nicht sozial, ökonomisch und kulturell veröden. Ideen und Visionen sind gefragt, die entstehende Lücken schließen und Alternativen aufzeigen können.
Hier setzt das künstlerische Projekt AUSSER HAUS an. Es schließt nur bruchstückhaft einzelne Lücken in den Schaufensterreihen der derzeit zahlreich leerstehenden Läden der Altstadt und öffnet das Bewusstsein von Passanten und Bewohnern für die gegenwärtige Situation. Es verhandelt abseits ökonomischer Strukturen und Denkmuster neue Perspektiven sozialer und kultureller Kooperation und Belebung.

Das Projekt

Die beteiligten jungen Künstlerinnen und Künstler haben Konzepte für künstlerische Arbeiten und Performances entwickelt, die über die Räumlichkeiten des am Markt befindlichen Kunstvereines hinaus, in das Zentrum der Stadt wirken. Im Rahmen des Projektes werden Schaufenster oder der vom Bürgersteig sichtbare Raum einer Auswahl der leerstehenden Läden des Innenstadtbereiches mit künstlerischen Arbeiten versehen. Dabei bleibt der Laden selbst für den Besucher verschlossen. Das Kunstwerk ist ausschließlich über das Schaufenster einsehbar, welches mit seiner Form zugleich einen visuellen Rahmen für die jeweilige Arbeit herstellt.

In ihrem Umfeld beziehen sich die künstlerischen Arbeiten auf die Spezifik des Ortes mit seinen historischen, architektonischen oder sozialen Zusammenhängen. Alle Standorte sind so um den Markt verteilt, dass sie bequem zu Fuß erreichbar sind und sich zu einem Rundgang durch die Stadt verbinden lassen. Der Ausstellungsraum des Kunstvereines, dient als zentral gelegener Informations- und Vermittlungsort. Hier geben  Künstlerinterviews Auskünfte über die einzelnen Standorte im Stadtraum.

Mit der Präsentation der Projekte im öffentlichen Raum werden Passanten unmittelbar mit der Kunst konfrontiert und als aktive Betrachter zum mitmachen ,- hören, -sehen und -denken eingeladen. Die künstlerischen Arbeiten begegnen ihnen auf ihren alltäglichen Wegen durch die Stadt und entziehen sich so ihrer oft problematischen elitären Atmosphäre innerhalb eines geschlossenen Kunstsystems.

 

Weitere Informationen erhalten Sie im Kunstverein Meißen e.V., Markt 9.

Wir danken allen Beteiligten bei der Mitwirkung und Unterstützung des Projektes!

Matthias Lehmann, Kunstverein Meißen e.V.

 

 

Das Projekt wird Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

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