20 Jahre Kunstverein Meissen 1992 - 2012

Ausstellung

ZEITGLEICHES 
Michael Vogler – Fotografie.
Wolfgang E. HerbstSilesius – Malerei.

vom 4. September bis 5. NOvember 2016

Vernissage: Samstag, 3. September 2016, 16:00 Uhr, im Bennosaal
Einführung: Karin Weber, Dipl. Kunstwissenschaftlerin
Musik: Uta-Maria Lempert, Violine

Pressegespräch: Donnerstag, 01.09.2016, 11:00 Uhr in der Ausstellung in Anwesenheit der Künstler

 

ZEITGLEICHES Michael Vogler – Fotografie Wolfgang E. HerbstSilesius – Malerei. - Ausstellung im Kunstverein MeißenZEITGLEICHES
 Michael Vogler – Fotografie Wolfgang E. HerbstSilesius – Malerei.

Unter dem Titel „ZEITGLEICHES  Michael Vogler – Fotografie. Wolfgang E. HerbstSilesius – Malerei.“ werden Werke zweier zeitgnössischer Künstler in einer Ausstellung im Kunstverein Meißen gezeigt.
Der eine, Michael Vogler ist Fotograf. 1946 in Thalheim/Erzgebirge geboren, lebt und arbeitet seit 2006 in Dresden. Der andere, Wolfgang E. HerbstSilesius ist Maler und Grafiker. Geboren 1935 in Weißstein/Niederschlesien, lebt und arbeitet seit 2003 in Meißen.
Beider Leben ist geprägt von frühen Erlebnissen der Kriegs- und Nachkriegsereignisse des Zweiten Weltkrieges. Von daher ist Unterwegssein Teil beider Biografien. Ihre Auseinandersetzung mit dem Leben, mit dem Irdischen und dem Kosmischen mittels der Kunst ist für beide existenziell.
ZEITGLEICHES nimmt Bezug auf die ausgestellten Fotografien und Malereien, die vorwiegend in den vergangenen zwei Jahrzehnten des beginnenden 21. Jahrhunderts etwa zeitgleich und unabhängig voneinander entstanden.

Michael Vogler gelangte über die Malerei zur Fotografie. Seit 1987 arbeitet er als Fotograf, seit 1993  freiberuflich. Vogler fotografiert ausschließlich analog, d.h. ohne elektronische Bildmontagen und digitale Bearbeitung. Das was er sieht, wird fixiert. Meist sind es Landschaften, Architektur und Technik. Sein Blick für Details und Komposition führt mitunter zu abstrakten Farbkompositionen, Verfremdungen und zu surrealem Realismus. Michael Vogler verfolgt oft sehr lange ein Thema. So entstanden und entstehen Serien – wie „Kraftwerk Schwarze Pumpe“, „ICE“, „Sächsische Crete“.
Eine Auswahl von Fotografien aus diesen Serien und ausgewählte Einzelfotos sind in der Ausstellung ZEITGLEICHES zu sehen.


Der Maler und Grafiker Wolfgang E. HerbstSilesius arbeitet seit 1978, nach Beendigung seines Studium der Freien Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf, freischaffend, an immer wieder wechselnden Lebensorten. Die Themen seiner Arbeiten bezieht er aus dem Alltäglichen, wie dem Philosophischen. In seinem Werk findet sich neben Landschaften, Stillleben, kosmischen Klangbildern, Bildern reiner Poesie, ein umfangreiches Konvolut an Menschenbildern. Zahlreiche Zeichnungen, Holzschnitte und Malereien zeugen von der Beschäftigung mit der menschlichen Gemeinschaft, wie mit dem einzelnen Menschen bis hin zu ganz individuellen Zügen im menschlichen Gesicht. Ausgewählte Porträtmalereien, aus zwei Jahrzehnten, von Wolfgang E. HerbstSilesius sind in der Ausstellung ZEITGLEICHES zu sehen.

„ZEITGLEICHES  Michael Vogler – Fotografie. Wolfgang E. HerbstSilesius – Malerei.“ eine  Ausstellung zweier außergewöhnlicher Künstler,
ist vom 4. September bis 22. Oktober 2016 im Bennosaal, im Kunstverein Meißen zu sehen.

Einladung und Plakat

Einladung

Plakat

Biografie Michael Vogler

1946 geboren in Thalheim/Erzgebirge

1964 Abitur

1966 Jagdfliegerausbildung abgebrochen

1968 Arbeit im Malsaal des Theaters Plauen

1971 Abschluß an der Ingenieurschule für Gartenbau Quedlienburg

1975 Abschluß des Studiums der Landwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle

1978 Maltherapeut in Herrnhut

1987 restauratorische Mitarbeit in Kirchen in Mühlen- und Groß Eichsen

1987 Beginn der fotografischen Arbeit

ab 1993 freischaffend als Fotograf in Neschwitz bei Bautzen

seit 2006 in Dresden

Ausstellungen (Auswahl):

Kunstforum der Volksbank Bautzen; Schloß Neschwitz; Kleine Galerie Weißwasser; Amtsgericht Hoyerswerda; Schulzentrum Hamburg-Glinde; Galerie im VEAG-Kraftwerk Schwarze Pumpe; Kunstlade Zittau; Galerie in der Rochsburg; Kunstbahnhof Herrnhut; Kunstpreis Zinzendorf 2000 (Beteiligung); Galerie Budissin, Bautzener Kunstverein; Stadttheater Kamenz; Galerie „Unterwegs“, Berlin; Muzeum Regionale w Jaworze (Schlesisches Museum Jawor/Polen); Barockgarten Großsedlitz, Obere und untere Orangerie, Bautzener Dom St. Petri, Evangelische Akademie, Lutherstadt Wittenberg, Galerie im Rathaus, Kunstverein Waren/Müritz; Scharoun-Haus, Löbau; Staatsanwaltschaft Görlitz; Technologie-Zentrum Zittau; galerie am blauen wunder, Dresden

 

Biografie Wolfgang E. HerbstSilesius

1935 in Weißstein/Niederschlesien geboren
Erlernte 2 Handwerke (Bäcker, Schriftsetzer)
Arbeit als Korrektor (Süddeutschen Zeitung, Berliner Tagesspiegel, Westfälische Nachrichten)
Gesangsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Prof. Gruberbauer
Studium Freie Grafik an der Kunstakademie in Düsseldorf  bei Prof. Sackenheim,Tutor und Meisterschüler
Gründer mehrerer Handpressen: Tengstraßenpresse München, Herbst Presse Düsseldorf, Holzwiesenwegpresse im Wald, Goldgrundpresse Meißen
Langjähriges Vorstandsmitglied des BBK Düsseldorf und Künstlervertreter im Kulturausschuss der Stadt Düsseldorf
1985-91 intensive Reisetätigkeit und Arbeitsaufenthalte in Deutschland, Italien, Holland, Frankreich, England, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, Ungarn, Rumänien, Tschechien, Polen
Mitte der 80er Jahre Verlagerung des Verbalen auf die philosophische Ebene
2004 Mitinitiator der Zeitschrift „DAS ZÜNDBLÄTTCHEN – überelbsche Blätter für Kunst und Literatur“

Ausstellungen (Auswahl):
Museum Kunstpalast Düsseldorf; Stadtmuseum Düsseldorf; Kunstmuseum Darmstadt; Druckladen Gutenbergmuseum Mainz; f-art Gdansk; Kunstverein Eisenturm Mainz; Galerie Niepel, Düsseldorf, Gerhard-Hauptmann-Haus, Düsseldorf; Evangelische Akademie Meißen; Galerie im Geißlerhaus, Bärenstein; Kunstverein Meißen; Beteiligung an den Tagen für Poesie und Kunst in  Lwówek Śląski/Jagnątików (Polen) 2009/2010; KU(H)NSTALL Golberode; Villa Eschebach, Dresden; Biennale der Gegenwartskunst St. Petersburg; Rahmen und Bild Maria Arlt, Dresden; Galerie arche, Hameln; Galerie Mitte, Dresden; Kunst im Klinkhardt-Bau, Wurzen; Museum Schloß Wolkenstein

24 Holzschnitte zur “Die Winterreise” nach den Gedichten von Wilhelm Müller
Ausstellungen derselben in Verbindung mit dem Vortrag des Schubertschen Liederzyklus´ durch verschiedene Interpreten in Düsseldorf (Stadtmuseum), Luxembourg, Düsseldorf (Lutherkirche); Bad Kötzting (Bay.), Bienne (Schweiz), Evangelische Akademie Meißen

Veröffentlichung in:
“Paßgänge” bei VO Stomps, Eremitenpresse Stierstadt; "Der Mongole wartet" von Michael Arenz, Bochum; „zeitzoo“ Wien; „Es gibt eine andere Welt“, poetenladen, Leipzig; Gert Hofmann „Die Rückkehr des verlorenen J.M.R. Lenz nach Riga“ Mironde Verlag, Niederfrohna; „Auch dein Herz ...“ Mitteldeutscher Verlag, Halle; „Signum“, Dresden; „OSTRAGEHEGE“, Dresden; „DER MAULKORB“ #14, Dresden
und ca. 70 Buchveröffentlichungen (sog. Bündelungen) über die eigenen Künstlerpressen,

Auszeichnungen:
Preis der Kunstakademie Düsseldorf; Auszeichnung der Stadt Alexandria für Grafik; VO Stomps-Preis der Stadt Mainz (Gutenbergmuseum); Sabine Voigt-Ismer-Preis, BBK Düsseldorf; Preis des Kunstvereins Eisenturm Mainz

Vertreten in privaten und öffentlichen Sammlungen (Auswahl):
Stadtmuseum Düsseldorf, Museum Kunstpalast Düsseldorf, Conrad Kurz Stiftung Meißen