Kunstverein Meissen e.V., Ausstellungen, Vernissage, Künstler, Meißen, Jazz im Keller

20 Jahre Kunstverein Meissen 1992 - 2012

Ausstellung


Christmas Shopping

20% auf alles außer Kunst

Jahresausstellung im Kunstverein Meißen
vom 16. November bis 24. Dezember 2014

Christmas Shopping im Kunstverein Meißen

Vernissage: Sonntag, 16. November 2014, 11.00 Uhr

Begrüßung: Matthias Lehmann
Einführung: Susanne Jacob-Lehmann
Musik: Luise Moskopp, Cello

Teilnehmende Künstler:

Sylvana Arndt, Gaby Bachmann, Daniel Bahrmann, Uwe Beyer, Dieter Beirich, Beate Bilkenroth, Constanze Deutsch, Andreas Ehret, Sylvia Fenk, Heinz Ferbert, Olaf Fieber, Britta Frenzel, Gudrun Gaube, Thorsten Gebbert, Sebastian Glockmann, Else Gold, Viktoria Graf, Steffen Gröbner, P. Manara Grund, Wilhelm Hänsch, Wolfram Hänsch, Klaus Henker, Wolfgang E. Herbst Silesius, Claudia Hübschmann, Matthias Jackisch, Kirsten Jäschke, Anni Jung, Ulrich Jungermann, Manfred Karwofsky, Christine Keruth, Isabell Kirmse, Hans Krauß, Antje Krohn, Franziska Kunath , Matthias Lehmann, Kay Leonhardt, Felix Lippmann, Frank Mehnert, Holger Münzberg, Gabriele Reinemer, Detlef Reinemer, Anita Rempe, Markus Retzlaff, Gert Rochelt, Jochen Rohde, Kathrin Schittkowsky, Frank Schmidt, Gabriele Schöppler, Christian Schöppler, Annerose Schulze, Fritz Peter Schulze, Detlef Schweiger, Lothar Sell, Barbara Toch, Fee Vogler, Michael Vogler, Bärbel Voigt, Angelika Walther, René Weigel und Manfred Wünsche

 

Christmas Shopping im Kunstverein Meißen

Christmas Shopping
20% auf alles außer Kunst

Sie gehört zu den fest verankerten Traditionen im Meißner Kulturleben: Die weihnachtliche Jahresendausstellung im Kunstverein Meißen mit ausgesuchten Künstlern aus Meißen und der Umgebung. Der Kunstverein lädt dazu Künstlerinnen und Künstler ein, die in Meißen leben und arbeiten und jene, die in den vergangenen Jahren im Kunstverein Meißen ausgestellt haben. 56 Künstler haben sich nun für die große Gemeinschaftsausstellung angemeldet.

Der Titel der Jahresausstellung 2014 bezieht sich nicht nur karikierend auf den alljährlich stattfindenden weihnachtlichen Einkaufsrausch sondern auch auf eine dicht gedrängte Präsentation aller künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung. Ähnlich wie im Supermarkt schichten sich die Bilder - sortiert nach Technik oder Genre - an den Wänden. Kleine Objekte und Skulpturen lassen sich in einfachen Regalen und auf einem flachen Podest auf dem Boden entdecken.
Der Besucher wird explizit auf den Verkauf der „Ware“ Kunst hingewiesen, indem am Eingang der Ausstellung eine Registrierkasse sowie Einkaufskörbe für den Einkauf bereitstehen. Alle Arbeiten sind mit einem Klebezettel versehen, auf dem neben Titel und Künstlernahmen zuerst der Preis ins Auge fällt.
"20% auf alles, außer Tiernahrung", ist der bekannten Werbeslogan der Baumarktkette Praktiker, die trotz oder vielleicht gerade wegen Ihrer aufdringlichen Werbe- und Rabattstrategie letztes Jahr bankrott gegangen ist.
Sind hier Parallelen zum Kunstmarkt oder zur wirtschaftlichen Situation der Künstler selbst zu ziehen? Dem Kunstmarkt geht es gut. Allen Schilderungen zum Trotz, es komme bald zum Platzen der Kunstmarktblase, werden immer wieder Rekordsummen bei Verkäufen und Auktionen erzielt. Doch die Zahl derer, die davon profitieren ist sehr gering. Die offiziellen Statistiken des Bundesverbandes Bildender Künstler über die wirtschaftliche Situation von Künstlern schlägt andere Töne an: Knapp ein drittel aller Künstler kommt nicht ohne Harz IV, die Unterstützung durch Familienangehörige oder andere Sozialleistungen aus. Gerade mal knapp 20% aller Künstler können Ihr Lebenseinkommen aus ihrer künstlerischen Tätigkeit erwirtschaften. Der Rest muss sich mit zusätzlichen artfremden Nebenjobs über Wasser halten.
Der Titel der Jahresausstellung macht humoristisch auf diese oft prekäre Situation der Künstler aufmerksam und richtet sich offen und unmissverständlich an alle Ausstellungsbesucher mit der Aufforderung: Kauft mehr Kunst, entflieht dem weihnachtlichen Einkaufsrausch und findet abseits der neusten Flat Screens und iPhones das Besondere, das Einzigartige, das Unmittelbare - Kunst eben!

Der Eintritt zur Ausstellung und zur Vernissage ist frei.